Sie sind hier: Startseite » Schmalfilm-Glossar

Videokompression

Bei der Videokompression wird der Informationsinhalt so weit wie möglich reduziert, ohne dass es der Betrachter merkt. Nur durch die Reduzierung der Informationsmenge ist es möglich komprimiertes Video zu übertragen oder auf einem Speichermedium wie einer DVD zu speichern. Die Videokompression nutzt die Trägheit des menschlichen Auges und die unterschiedliche Augenempfindlichkeit für Hell-Dunkel- und Farbinformationen. Hell-Dunkel kann das Auge wesentlich besser auflösen als Farben. Das bedeutet, dass die Farbinformation mit einer geringeren Auflösung digitalisiert werden. Ein weiterer Aspekt besteht darin, dass nebeneinander liegende Bildpunkte sich in ihren Werten kaum unterscheiden.

Wenn man also nicht jeden einzelnen Bildpunkt voll digitalisiert, sondern lediglich die Unterschiede zwischen benachbarten Bildpunkten, dann lässt sich damit der Informationsinhalt dramatisch reduzieren. Man muss sich nur mal ein Bild vorstellen, dass nur eine Farbe hat. Dann bräuchte man doch nur den ersten Bildpunkt digitalisieren und alle anderen Bildpunkte hätten die gleiche Information wie der erste Bildpunkt. Da keine Farbänderung auftritt, gibt es keine Farbdifferenzen zwischen den Bildpunkten, und alle Bildpunkte hätten den Wert Null. Die dadurch fällige Datenreduktion würde bei etwa 99 % liegen.

Es gibt diverse Verfahren für Videokompressionen. Eines der bekanntesten und besten ist MPEG-2, das auch von Media-Schmid eingesetzt wird.

Copyright 2015 Datacom-Buchverlag GmbH