Sie sind hier: Startseite » Schmalfilm-Glossar

Kompression

Kompression bedeutet nichts anderes als das Zusammenquetschen von Daten. Kompressionen werden bei der Abtastung und bei der Übertragung von Filmen und Dias, von Audio und Videos, von Grafiken und Texten eingesetzt.
Aber warum brauchen wir eigentlich eine Kompression? Einige Beispiele sollen das verdeutlichen: Wenn man ein Dia von 36 mm x 24 mm mit einer Auflösung von 1000 dpi (Dot per Inch) abtastet, das sind ziemlich exakt 1000 Abtastzeilen, weil ein Inch 25,4 mm ist, dann beträgt die Anzahl an Abtastpunkten 2.000 (vertikal) x 2.666 (horizontal), also 5,33 Millionen Abtastpunkte. Jeder einzelne Abtastpunkt besteht aus den Farben Rot, Grün und Blau. Wenn jede Farbe mit 8 Bit, also einem Byte, dargestellt wird, dann hat ein solches Dia eine Größe von 16 Millionen Bytes, 16 MB. Diese Datenmenge gilt es zu reduzieren.
Wesentlich umfangreicher werden die Datenmengen bei der Filmabstastung oder bei der Digitalisierung von Video. Wenn wir mal von einem VHS-Band ausgehen mit 25 Vollbildern in der Sekunde. Jedes Einzelbild besteht aus 625 Zeilen und das Bildseitenverhältnis ist 4:3. Wenn wir ein solches Video mit einer Farbauflösung von 8 Bit pro Farbe digitalisieren, dann ergibt sich für eine Sekunde eine Datenmenge von ca. 40 Mega-Byte, in einer Minute eine solche von 2,4 Giga-Byte.
Solche Datenmengen benötigen einen großen Speicher und sind schwerlich zu übertragen. Deswegen die Kompression.
Gute Kompressionsverfahren wie JPEG oder MPEG reduzieren die Datenmenge auf einige Prozent der ursprünglichen Datenmenge.

Copyright 2009 Datacom-Buchverlag GmbH