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Datenreduktion

Datenreduktion und Kompression sind in gewisser Weise miteinander verwandt. In beiden Fällen geht es darum die Datenmenge zu reduzieren ohne dass entscheidende Informationen fehlen und dadurch zwischen dem Originalsignal und dem datenreduzierten Signal Unterschiede feststellbar sind. Das betrifft in gleicher Weise Audio und Video, Grafiken und Texte.
Bei der Reduktion von Daten geht es im Wesentlichen um die menschliche Wahrnehmung. Bezogen auf Audio kann man sagen: Töne, die man nicht hört, braucht man auch nicht zu bearbeiten und zu übertragen. Gleiches gilt für Videos: Bilddetails, die man nicht sieht, braucht man nicht zu bearbeiten. Beides spart Zeit, Rechenleistung, Speicherplatz und Übertragungskapazität.
Bei der Datenreduktion geht es also um die physiologische Wahrnehmungen, um die Hörcharakteristik des Menschen und um dessen Augenempfindlichkeit. Zu Reduktion nutzt man die Trägheit es Ohrs und die des Auges und reduziert den Informationsinhalt um nicht hör- und nicht sehbare Details.
Wie das Auge ausgetrickst wird kennt man ja von der Film- und Videotechnik, deren Bewegungsabläufe aus vielen Einzelbildern bestehen. Das Auge kann aber nur eine bestimmte Anzahl an Bildwechseln erkennen. Wird diese Anzahl überschritten, dann setzt das Gehirn diese Eindruck aus Einzelbildern zu einem kontinuierlichen Bewegungsablauf zusammen.

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